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Haustier fotografieren: so gelingt das Foto für dein Tierporträt

Für ein gutes Vorlagenfoto deines Haustiers gehst du auf Augenhöhe, fotografierst bei Tageslicht ohne Blitz und tippst zum Scharfstellen auf die Augen. Wichtiger als ein schöner Hintergrund ist, dass Gesicht, Fellfarbe und Abzeichen gut zu sehen sind.

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Viele Tipps zur Tierfotografie wollen ein fertiges, schönes Foto. Für ein Porträt brauchst du etwas anderes: eine Vorlage, auf der dein Tier gut zu erkennen ist. Der Rest darf unordentlich sein. Hier steht, worauf es ankommt, wie du Hund und Katze dazu bringst mitzumachen und was du tun kannst, wenn es kein neues Foto mehr gibt.

Die Checkliste fürs Vorlagenfoto

PrüfpunktSo machst du esWarum
AugenhöheIn die Knie gehen oder hinlegen, das Handy auf Höhe der Augen deines TiersVon oben wirkt das Tier klein, und viel Boden kommt ins Bild
TageslichtAm Fenster oder draußen im Schatten, morgens oder am späten NachmittagWeiches Licht zeigt Fell und Farben, wie sie sind
Kein BlitzBlitz ausschaltenBlitz stresst Tiere und macht leuchtende Augen
Augen scharfAuf dem Bildschirm auf die Augen tippenDie Augen tragen den Ausdruck, an ihnen erkennst du dein Tier
Groß im BildNäher rangehen statt zoomenFell, Abzeichen und Gesicht brauchen Platz im Foto
Echte FarbenKeinen Filter, kein Beauty-ModusDas Porträt soll die Farbe deines Tiers haben, nicht die des Filters
Viele VersucheSerienbild oder einfach oft auslösenJe mehr Versuche, desto eher ist eines dabei, auf dem alles stimmt

Ob dein Foto technisch reicht (Schärfe, Originaldatei statt WhatsApp-Kopie), steht im Ratgeber Reicht mein Handyfoto?. Hier geht es darum, wie das Foto überhaupt entsteht.

Schritt für Schritt zum Foto

Das Licht zuerst

Licht macht den größten Unterschied. Draußen sind die frühen Morgenstunden und der Abend am schönsten, das Licht ist dann weich und warm. Pralle Mittagssonne macht harte Schatten und ist im Sommer auch für dein Tier zu heiß (zooplus.de, Stand Oktober 2026). Drinnen setzt du dein Tier nahe ans Fenster und stellst dich so, dass das Licht von der Seite oder von vorn kommt.

Schau, ob in den Augen ein kleiner Lichtpunkt zu sehen ist. Dann wirkt der Blick lebendig. Das gelingt am leichtesten, wenn dein Tier Richtung Fenster oder Himmel schaut.

Runter auf Augenhöhe

Der häufigste Fehler: von oben fotografieren (foto-erhardt.de). Geh in die Knie, setz dich auf den Boden oder leg dich hin. Bei einem kleinen Hund oder einer Katze heißt das wirklich: Bauch auf den Boden. Alternativ setzt du dein Tier etwas höher, auf eine Treppenstufe, einen Stein oder das Sofa.

Auf die Augen scharfstellen

Tipp auf dem Bildschirm auf ein Auge, bevor du auslöst. Bei schwarzem Fell oder dunklen Augen hilft es, etwas mehr Licht zu haben. Prüf danach das Foto: Zieh es mit zwei Fingern groß. Sind die Augen klar, passt es.

Die Aufmerksamkeit holen

Ein Leckerli in der Hand über dem Handy, ein Rascheln, ein Quietschen vom Spielzeug, sein Name. Damit schaut dein Tier für einen Moment in deine Richtung. Setz Leckerli sparsam ein, sonst nutzt sich der Trick schnell ab, und gib zwischendurch auch mal eines als Lohn.

Hört auf, wenn dein Tier keine Lust mehr hat. Mit Druck entstehen keine schönen Fotos, und beim nächsten Mal kommt es gern wieder (foto-erhardt.de, zooplus.de).

Serienbild nutzen

Tiere halten nicht still. Halte den Auslöser gedrückt oder nutze den Serienmodus deines Handys. Danach suchst du in Ruhe das eine Foto aus, auf dem Augen, Ohren und Haltung stimmen.

Ganz oder nah?

Beides geht. Für ein Porträt vom Kopf reicht ein Foto von Kopf und Brust. Willst du das ganze Tier, achte darauf, dass Pfoten und Schwanz nicht abgeschnitten sind. Hoch- oder Querformat? Das Bild folgt deinem Foto: Ein Hochkantfoto wird ein Hochformat, ein Querfoto ein Querformat.

Hund, Katze und andere Tiere

Hund

Hunde machen meist gern mit, wenn ein Leckerli im Spiel ist. Am leichtesten klappt es nach dem Spaziergang, wenn der erste Bewegungsdrang raus ist. Lass ihn sitzen oder liegen und fotografiere aus etwas Abstand, dann ist das Gesicht nicht verzerrt. Ein Foto im Lieblingsplatz zeigt oft mehr von ihm als eines im Park.

Katze

Katzen kommen nicht auf Kommando. Warte lieber, bis sie sich an ihren Lieblingsplatz legt, am besten in die Fensterbank mit Tageslicht. Leg dich dann in Ruhe auf ihre Höhe. Ein kurzes Geräusch, und sie schaut her. Läuft sie weg, ist heute nicht der Tag.

Kaninchen, Pferd und andere

Die Regeln bleiben: Augenhöhe, Tageslicht, Augen scharf. Beim Pferd heißt Augenhöhe, dass du dich eher hinstellst als hinkniest und etwas Abstand hältst. Kleine Tiere fotografierst du am besten auf dem Boden, wo sie sich sicher fühlen.

Was im Foto nicht perfekt sein muss

Hier hat ein Porträt einen Vorteil gegenüber einem gedruckten Foto. Der Entwurf entsteht neu, darum darf an der Vorlage einiges stören. Im Studio kannst du Wünsche anhaken wie „Ohne Leine und Geschirr“, „Hintergrund ruhiger“, „Ganzes Tier im Bild“ oder „Lebendige Augen“.

Drei echte Beispiele:

  • Die Katzen: Das Foto war unscharf, eine zweite Katze saß im Hintergrund, darunter Küchenfliesen. Im Entwurf in Pop-Art ist nur das Kätzchen zu sehen, scharf, auf einem Holzboden.
  • Der Ozelot: fotografiert im Zoo, hinter einem Gitter. Im Entwurf in Aquarell ist das Gitter weg, und er liegt frei auf einem Ast im Grünen.
  • Der Hund am Strand: fotografiert gegen die Sonne, der Hund fast nur ein Schatten. Im Entwurf in Öl sind Gesicht und Fell gut zu sehen, und der Sonnenuntergang bleibt.
Handyfoto zweier Katzen in der Küche neben dem Entwurf in Pop-Art mit nur dem Kätzchen (Entwurf)
Handyfoto zweier Katzen in der Küche neben dem Entwurf in Pop-Art mit nur dem Kätzchen (Foto)
FotoEntwurf
Handyfoto eines Ozelots hinter dem Zoogitter neben dem Entwurf in Aquarell ohne Gitter (Entwurf)
Handyfoto eines Ozelots hinter dem Zoogitter neben dem Entwurf in Aquarell ohne Gitter (Foto)
FotoEntwurf

Was der Entwurf nicht kann: ein Tier erfinden, das im Foto nicht zu erkennen ist. Wenn die Abzeichen im Schatten liegen oder der Kopf abgewandt ist, fehlt dem Entwurf die Vorlage. Dann lieber noch einmal fotografieren.

Foto eines Hundes im Gegenlicht im Wasser neben dem Entwurf in Öl, Gesicht und Fell gut zu sehen (Entwurf)
Foto eines Hundes im Gegenlicht im Wasser neben dem Entwurf in Öl, Gesicht und Fell gut zu sehen (Foto)
FotoEntwurf

Wenn es kein neues Foto mehr gibt

Manchmal ist das Tier nicht mehr da. Dann bleiben die Fotos, die es gibt, und oft sind es nicht viele. Schau sie in Ruhe durch und nimm das, auf dem du dein Tier sofort wiedererkennst, auch wenn es nicht das schärfste ist. Ein typischer Blick oder seine Art zu liegen sagt mehr als ein perfektes Foto.

Such die Originaldatei auf dem Handy, in der Cloud oder auf dem Rechner. Fotos, die über WhatsApp verschickt wurden, sind kleiner als das Original.

Ob es reicht, siehst du am Entwurf. Der kostet nichts, und du entscheidest erst danach.

Vom Foto zum Bild

Wenn das Foto da ist, geht es schnell. Du lädst es im Studio hoch, wählst „Tier“ und einen Stil. In unter einer Minute ist dein Entwurf da. Passt etwas nicht, änderst du es, zum Beispiel „Tier ähnlicher“ oder „Fell detaillierter“. Jeder neue Entwurf ist kostenlos. Erst wenn du zufrieden bist, wählst du Leinwand oder Galeriedruck im Rahmen und bezahlst. Erst sehen, dann zahlen.

Welcher Stil passt? Für Hunde empfehlen wir im Studio zuerst Aquarell, dann Bleistift und Öl. Für Katzen Aquarell, Öl und Pop-Art. Mehr Beispiele und Preise findest du beim Haustier-Porträt, eigene Seiten gibt es für den Hund und die Katze.

Das Bild entsteht im Studio am Rechner und wird gedruckt, nicht von Hand gemalt.

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Häufige Fragen

Muss mein Tier in die Kamera schauen?

Nein. Ein Blick zur Seite oder aus dem Fenster kann sehr schön sein. Wichtig ist nur, dass das Gesicht gut zu sehen ist und die Augen scharf sind.

Kann ich mehrere Tiere auf ein Bild bringen?

Ja, wenn beide auf demselben Foto sind, denn jedes Bild entsteht aus einem Foto. Fotografiere sie dann so, dass beide gut zu erkennen sind und sich nicht verdecken.

Geht auch ein altes Foto, wenn mein Tier nicht mehr lebt?

Ja. Nimm die Originaldatei. Ob die Vorlage reicht, zeigt dir der Entwurf, bevor du etwas bezahlst.

Soll ich den Porträtmodus nutzen?

Kannst du, nötig ist er nicht. Ein unscharfer Hintergrund lenkt den Blick aufs Tier. Achte aber darauf, dass Ohren und Fellränder nicht mit unscharf werden. Den Hintergrund kannst du im Entwurf auch ruhiger machen lassen.

Hoch- oder Querformat?

Wie du das Bild später aufhängen willst. Das Bild folgt dem Format deines Fotos, immer im Seitenverhältnis 2:3. Für ein Porträt vom Kopf passt meist Hochformat, für den Hund in der Wiese eher quer.

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Jeder Entwurf ist kostenlos. Den ersten siehst du ohne Anmeldung.

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